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Aus der Praxis im Bergischen Land

Was ein Makler wirklich macht vom ersten Anruf bis zum Schlüssel

„Der macht ja nur die Tür auf und kassiert." Diesen Satz kenne ich — von manchen Kollegen sogar zu Recht: Höchstpreis versprechen, Zwölf-Monats-Vertrag, und das Objekt liegt neun Monate.

Genau deshalb zeige ich Ihnen hier den echten Weg. Nicht als Behauptung, sondern Schritt für Schritt — mit allem, was zwischen dem ersten Anruf und der Schlüsselübergabe passiert.

Am Ende entscheiden Sie selbst. Aber Sie wissen dann, was wirklich passiert.

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Der Rahmen in drei Zahlen

Was ein Hausverkauf wirklich kostet — an Zeit

75 Stunden — das ist mein Richtwert für ein Einfamilienhaus mit klaren Verhältnissen. Komplexere Fälle binden deutlich mehr Zeit. Die Zeit hängt an der Komplexität, nicht am Kaufpreis.

~85 Std.

Arbeitsaufwand bei einem typischen Einfamilienhaus

3–6 Monate

Zeitraum, über den sich das verteilt

~2.000 €

Gegenwert Ihrer Zeit (bei 25 €/Std.) — plus rund 3.000 € Sachkosten

Was in diesen 85 Stunden steckt

Zwei Fälle

Nicht jedes Haus ist gleich viel Arbeit

Der Aufwand hängt nicht am Kaufpreis. Ein kompliziertes 400.000-€-Erbe kann mehr Stunden binden als eine glatte 800.000-€-Villa. Gerade im Bergischen Land — mit den steilen Hanglagen Solingens, alten Parzellen und gewachsenen Grundstücksgrenzen — ist der zweite Fall keine Seltenheit.

Zeit-Spreizung

Vom einfachen bis zum komplexen Fall

Der einfache Fall

rund 60 bis 80 Stunden

Der komplexe Fall

schnell das Doppelte, 120 Stunden und mehr

Der einfache Fall

Einfamilienhaus, klare Eigentumsverhältnisse, aktueller Energieausweis, verkaufsfertig

Der komplexe Fall

Gründerzeit-/Denkmalobjekt in Hanglage, unklare Modernisierungshistorie, Wegerecht im Grundbuch, Erbengemeinschaft

Der einfache Fall

Standard-Vermarktung

Der komplexe Fall

Substanz-Recherche, Rechts-Klärung, Moderation mehrerer Eigentümer

Ohne Stress verkaufen

Haus verkaufen ohne Stress: Was Sie abgeben — und was bei Ihnen bleibt

Drei Termine statt 85 Stunden. Ehrlich dazu: stressfrei heißt nicht schnell — ein Verkauf mit Makler dauert typischerweise drei bis sechs Monate.

Das geben Sie ab

Terminkoordination · Anfragen von Kaufinteressenten · Unterlagen von Ämtern und Verwaltung · Vorqualifizierung · Preisverhandlung · Notarabstimmung

Das bleibt bei Ihnen

Die Entscheidung über den Preis · die Entscheidung über den Käufer · der Notartermin

Der echte Prozess: Vom ersten Anruf bis zum Schlüssel

Der ehrliche Einwand

„Aber so viel Provision für 85 Stunden — ist das nicht zu viel?"

Berechtigte Frage. Rechnet man die Provision stur auf die sichtbaren Stunden um, kommt ein hoher Stundensatz heraus. Zwei Dinge vorweg: Erstens teilen sich in NRW Käufer und Verkäufer die Provision häufig je zur Hälfte — für Sie als Verkäufer sind in der Regel 3,57 % des Kaufpreises relevant, nicht der oft genannte Gesamtsatz. Zweitens, und wichtiger: Sie bezahlen mich nicht für meine Zeit. Sie bezahlen mich für das Ergebnis.

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Drei Gründe

Nicht isoliert betrachten

Studien zeigen, dass Maklerverkäufe im Durchschnitt höhere Verkaufspreise erzielen können. Keine Garantie für den Einzelfall — aber die Provision steht einem möglichen Mehrerlös gegenüber, nicht dem Erlös als Abzug. Läge der Mehrerlös in studienüblicher Größenordnung, könnte nach Abzug des Verkäuferanteils (3,57 %) unterm Strich trotzdem ein Plus stehen. Gerechnet, nicht versprochen.

Können, nicht Zeit

Man holt einen Fachmann und erklärt ihm hinterher nicht, wie er die Kabel anschließt. Der Wert steckt in acht Jahren Marktkenntnis im Bergischen Land, die den Preis ab Tag eins realistisch setzt — und dem Ladenhüter-Effekt vorbeugt. Wäre die Provision Bezahlung für Zeit, müsste ein komplexes 400.000-€-Erbe teurer sein als eine glatte 800.000-€-Villa. Ist es nicht.

Volles Risiko beim Makler

Keine Provision ohne Verkauf. Ich gehe in Vorleistung — Fotograf, Drohne, Inserate, Zeit — und trage das volle Ausfallrisiko. Der Privatverkäufer trägt sein Risiko auch; er merkt es nur erst, wenn es zu spät ist.

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Die heiße Phase

Was in keiner Tabelle steht

Zwischen Vertragsentwurf und Notartermin sind alle nervös. Der Verkäufer gibt etwas ab, das ihm lange gehört hat, und fürchtet, der Käufer könnte abspringen. Der Käufer fragt sich, ob es mit der Bank klappt, ob es die richtige Entscheidung ist — oft ist es das erste Mal. Angst entsteht durch Unbekanntes; ich nehme sie, weil ich den Prozess kenne und die Menschen sachlich hindurchführe. Nach dem Notartermin hilft ein kurzes, vorab aufgenommenes Video, das erklärt, was jetzt passiert.

Diese Begleitung steht in keiner Tabelle. Aber sie ist oft das, was am Ende zählt.

Manche Verkäufe sind keine Standardfälle

Und wenn es kompliziert wird?

Dann wird aus „der Makler macht nichts" schnell „gut, dass jemand das übernommen hat." Drei Beispiele aus dem Bergischen Land.

Erbe

Geerbte Immobilie / Erbengemeinschaft

Mehrere Eigentümer, unterschiedliche Interessen, Erbschein, oft emotional aufgeladen. Ohne Moderation blockiert sich die Gemeinschaft selbst.

Recht

Wege- und Leitungsrechte, Baulasten

Gerade bei den Hanglagen in Solingen und Remscheid und alten Parzellen im Bergischen Land. Ein übersehenes Wegerecht kann den Verkauf platzen lassen — oder nach dem Verkauf zur Klage führen.

Zeitdruck

Notverkauf / drohende Zwangsversteigerung

Wenn die Zeit drängt, zählen Tempo und Diskretion. Hier entscheidet Erfahrung über Tausende Euro.

Warum ich das mache

Ich helfe Menschen, in ihre neuen vier Wände zu kommen — und Verkäufern, ihre Immobilie in guten Händen zu wissen. Das kann ich gut, und das lebe ich so.

Ich sage auch offen, wenn ein Privatverkauf für Sie funktioniert. Aber Sie sollen die Entscheidung mit den echten Zahlen treffen — nicht mit dem Bauchgefühl, dass ein Makler ja nichts tut.

Persönlicher Kontakt

Sascha Oertel

Geschäftsführer · Oertel Immobilien GmbH

• Persönliche Abstimmung statt Standardprozess

• Regionale Marktkenntnis im Bergischen Land

• Klare Begleitung von Bewertung bis Abschluss

info@oertelimmobilien.de →
Sascha Oertel Ansprechpartner Bergische Region

Unterm Strich

Was am Ende übrig bleibt

Studien zeigen, dass Maklerverkäufe im Durchschnitt höhere Verkaufspreise erzielen können. Keine Garantie für den Einzelfall — aber es erklärt, warum man die Provision nicht isoliert betrachten sollte. Entscheidend ist, was nach Abzug Ihres Verkäuferanteils übrig bleibt, nicht der Prozentsatz für sich.

Der Vergleich

Privat oder mit Makler

Privat

keine Provision, volle Kontrolle

Mit Makler

realistischer Preis ab Tag 1

Privat

rund 85 Std. selbst, Haftungsrisiko

Mit Makler

Käufernetzwerk, Bonitätsprüfung, rechtliche Absicherung

Privat

kein Verhandlungspuffer — 24 % müssen den Preis nachträglich senken

Mit Makler

Verhandlungspuffer — nur 5 % Preiskorrekturen

Ehrliche Antworten

Die Fragen, die Skeptiker stellen

Offen und ohne Ausweichen beantwortet.

Warum wirkt die Maklerprovision oft so hoch?

Weil man sie isoliert auf den Kaufpreis bezieht. In NRW teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision häufig je zur Hälfte (Verkäuferanteil in der Regel 3,57 %). Und sie steht einem möglichen Mehrerlös und der Risiko-/Arbeitsübernahme gegenüber — Studien zeigen, dass Maklerverkäufe im Schnitt höhere Preise erzielen können (kein Einzelfallversprechen).

Kann ich mein Haus nicht einfach selbst bei ImmoScout einstellen?

Ja, das geht. Aber ein Portal-Inserat erreicht nur einen Teil der Käufer, und die eigentliche Arbeit — Unterlagen, Bonitätsprüfung, Besichtigungen, Verhandlung, Recht — beginnt danach: rund 85 Stunden beim Standardfall. Das Inserat ist der einfachste Teil.

Was macht ein Makler, wenn kein Käufer kommt?

Ehrliche Antwort: Dann verdiene ich nichts. Die Provision wird nur bei erfolgreichem Verkauf fällig — Vorleistung und Kosten (Fotograf, Inserate, Zeit) trage ich selbst.

Muss ich einen langen Maklervertrag unterschreiben?

Nein. Üblich und fair ist ein Alleinauftrag mit rund sechs Monaten Laufzeit — bewusst nicht die Zwölf-Monats-Bindung, die manche Anbieter nutzen.

Binde ich mich langfristig — und was, wenn ich selbst einen Käufer finde?

Nein, lange Knebelverträge sind nicht mein Stil. Ich arbeite in der aktiven Verkaufsphase mit einer klaren, fairen Laufzeit — kein automatisches Verlängern im Verborgenen. Wenn Sie selbst jemanden kennen, der ernsthaft kaufen möchte, ist das ausdrücklich willkommen; dieser Interessent läuft durch denselben sauberen Prozess: Bonität, Unterlagen, Verhandlung, Notarvorbereitung. Was ich nicht mache: in Vorleistung gehen und am Ende übergangen werden. Die genauen Spielregeln legen wir vorher gemeinsam fest, bevor Sie etwas unterschreiben.

Was ist, wenn mein Fall kompliziert ist (Erbe, Wegerecht, Notverkauf)?

Dann wird die Erfahrung erst recht wertvoll. Mehr dazu auf problem.immobilien.

Zu komplexen Fällen

Kein Pitch, nur ein Gespräch

Sprechen wir miteinander.

Erstgespräch 15–30 Minuten, kostenfrei und unverbindlich. Manchmal ist die richtige Entscheidung, jetzt noch nicht zu verkaufen. Auch das sage ich offen.